Kellner hinter der Theke

Leistungsstarke Schutzlösungen für Gastronomen.

Firmen ModularSchutz

Schutz à la carte

Ob Sie angehender Café-Betreiber oder etablierter Restaurant-Besitzer sind – wir bieten Ihnen leistungsstarke Schutzlösungen, die auf die Bedürfnisse gastronomischer Betriebe zugeschnitten sind. Damit Sie sich ausschließlich um das kümmern können, was Sie am besten können: Ihre Gäste verwöhnen. Aber welche Versicherungen benötigen Sie eigentlich als Gastronom, und gegen welche Risiken sollten Sie sich schützen? Und welche Risiken, die Sie vielleicht gar nicht erwartet hätten, werden darüber hinaus abgesichert, wenn Sie sich für uns als Versicherer entscheiden? Besuchen Sie jetzt unser 360°-Restaurant und erfahren Sie mehr.

 

Weil eine gute Versicherung der beste Schutz ist.

Wie Sie in unserem 360°-Restaurant gesehen haben, kann in der Gastronomie eine ganze Menge schiefgehen. Sollte dies der Fall sein, hilft eine Versicherung, Ihre finanziellen Verluste auszugleichen. Kompliziert erklärt sind die verschiedenen Versicherungen trotzdem. Da ist es gar nicht so einfach zu wissen, welche Versicherung die richtige für Sie ist. Hier erfahren Sie, welche Versicherungen die wichtigsten Risiken in Ihrer Branche abdecken – einfach und verständlich erklärt.

Weil aus einem Beklagen manchmal eine Klage wird.

Rechtsschutzversicherung

Als Gastronom können Sie es nicht immer allen 100% recht machen: Dem einen Gast ist es im Restaurant zu warm, dem anderen ist das Essen zu kalt. Doch manchmal bleibt es nicht dabei. Dann wird aus einer harmlosen Beschwerde eine handfeste Klage. Zum Beispiel, weil ein Gast glaubt, sich an Ihrem Essen den Magen verdorben zu haben – und Sie deswegen anzeigt.

Die Rechtsschutzversicherung hilft Ihnen dabei, Ihr Recht durchzusetzen, ohne dass Sie an das hohe Kostenrisiko denken müssen. Die Rechtsschutzversicherung greift auch, wenn Sie juristischen Ärger mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern oder dem Gesundheitsamt haben. Ganz gleich, ob es dabei um Arbeits-, Vertrags- oder Strafrecht geht. Selbst Steuerrechtschutz vor Gerichten bietet sie Ihnen.

Weil aus einem „Hoppla!“ schnell ein „Aua!“ wird.

Haftpflichtversicherung

Die Suppe ist brühend heiß, der Boden ziemlich rutschig – und schon ist es passiert: Ihr Kellner lässt den randvollen Teller auf einen Gast fallen. Eine Hemdreinigung ließe sich verschmerzen, aber leider klagt der Geschädigte auch über Verbrennungen. Und deswegen macht er Schmerzensgeld ebenso geltend wie einen Verdienstausfall für eine mehrwöchige Arbeitsunfähigkeit.

Die Haftpflichtversicherung schützt gegen Schadensersatzansprüche, die zum Beispiel von einem Ihrer Gäste gegen Sie oder Ihre Angestellten geltend gemacht werden. Sie sind auch dann abgesichert, wenn außerhalb des Gebäudes etwas passiert – zum Beispiel, wenn Sie einen Spielplatz, einen Biergarten oder eine Minigolfanlage betreiben. Sie greift sogar dann, wenn das Malheur auf einem fremden Grundstück passiert, etwa, weil Sie einen Party-Service anbieten.

Weil Equipment das Rauchverbot manchmal missachtet.

Elektronikversicherung & Maschinenversicherung

Stecker rein – und: Peng! Erst knallt’s. Dann qualmt’s. Und schnell verpufft die Hoffnung, die elektronische Kasse könnte den Kurzschluss glimpflich überstanden haben. Weil ein Unglück bekanntlich selten allein kommt, gibt 10 Minuten später auch noch die Kaffeemaschine den Geist auf. Das interessiert Sie erst mal nicht die Bohne, schließlich haben Sie ein Händchen für Technik. Aber natürlich fehlt ein Ersatzteil ...

Was jetzt hilft, und zwar schnell, ist eine Elektronik- und eine Maschinenversicherung. Erstere versichert Sachschäden an allen elektronischen Geräten, die durch Kurzschluss oder einen Bedienungsfehler entstehen – zum Beispiel an Kassensystemen. Letztere hilft bei mechanischen Schäden an gastronomischen Maschinen wie Öfen, Herden oder Kühlanlagen, unter anderem, wenn sie durch Unvorsichtigkeit oder Bedienfehler entstehen. Beide Versicherungen decken darüber hinaus mögliche Ertragsausfälle ab, die aus einer Betriebsunterbrechung aufgrund des Sachschadens entstehen können.

Weil Unfälle auch Ausfälle bedeuten können.

Werkverkehr- und Autoinhaltsversicherung

Wein schenken Sie Ihren Gästen am liebsten aus einer schönen Flasche ein. Doch im Falle einer Kollision zeigt Glas mitunter seine schlechten Eigenschaften: Manchmal bringen Scherben kein Glück, und auch der leckerste Chianti bereitet einem Kopfschmerz, wenn er sich auf der Ladefläche Ihres Firmenwagens ausbreitet. Problem 1: Der Verlust eines guten und teuren Tropfens tut Ihnen im Herzen weh. Problem 2: Eine große Festgesellschaft wartet händeringend auf Ihre Lieferung, und Sie bleiben auf dem dadurch entstandenen Schaden sitzen.

Womit Sie in so einem Fall gut fahren, ist eine Werkverkehr- und Autoinhaltsversicherung. Diese sichert alle während der Beförderung im Firmenfahrzeug befindlichen Waren und Güter ab – Lebensmittel ebenso wie portables Betriebsinventar, wie zum Beispiel Geschirr oder Besteck, ja sogar persönliche Dinge wie Ihr Smartphone. Und das nicht nur bei einem Unfall, sondern auch gegen Schäden, die etwa beim Be- und Entladen oder durch einen Brand entstehen. Selbst ein Raub ist mitversichert.

Weil jede Küche zum Unfallherd werden kann.

Gruppenunfallversicherung

Ob die Suppe versalzen ist oder ein Glas zerschlagen – Missgeschicke in der Küche haben meist keine gravierenden Konsequenzen. Es kann aber auch vorkommen, dass ein Unfall passiert, der nicht das Essen betrifft, sondern Ihre Gesundheit oder die eines Ihrer Angestellten. Was passiert, wenn danach eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit vorhanden ist oder gar eine Invalidität droht?

Die Gruppenunfallversicherung sichert nicht nur Sie, sondern auch Ihre komplette Belegschaft und Ihre Familie vor den Folgen eines Unfalls zuverlässig ab. Und die können dramatisch sein: Vom vorübergehenden Verlust der vollen Leistungsfähigkeit über hohe Heil- und Pflegekosten bis hin zur Vollinvalidität ist alles möglich. Gut zu wissen: Die Gruppenunfallversicherung greift gleichermaßen bei beruflichen wie privaten Unfällen.

Weil ein Rohrbruch zum Geschäftseinbruch führen kann.

Inhalts- und Ertragsausfallversicherung

Berlin-Mitte. Junge Leute. Altes Restaurant. Uralte Wasserleitung. Als sie bricht, setzt sie den ganzen Laden unter Wasser. Und schon sehen Sie als Gastronom alle Felle davonschwimmen. Denn jetzt haben Sie zwar einen Pool – aber leider ist der in Ihrer Küche. Dauer der Reparatur- und Trocknungsarbeiten: 3 Monate. So lange steht Ihr Restaurant still.

Wer Sie jetzt nicht im Regen stehen lässt, ist eine Inhalts- und Ertragsausfallversicherung. Die sichert Ihren Betrieb gegen zahlreiche Gefahren ab. Dazu gehören Schäden, die zum Beispiel durch Leitungswasser, Feuer oder Sturm hervorgerufen werden. Aber auch bei Einbruchdiebstahl, dem Diebstahl von Außenmobiliar oder dem Verderb von Warenvorräten stellt sie einen hervorragenden Schutz dar. Darüber hinaus deckt sie Ertragsausfälle, die Sie während möglicher unfreiwilliger Ruhetage haben – also, wenn versicherte Gefahren eintreten und es zu einer Betriebsunterbrechung kommt. Wenn Sie zudem Eigentümer der Immobilie sind, sichert eine Gebäudeversicherung zusätzlich Schäden am Bauwerk ab.

Nützliche Tipps rund um die Gastronomie-Branche

Branchentermine

Hier trifft sich die Gastronomieszene.

Auch in der Gastronomie gilt: Vitamin B ist das A und O für beruflichen Erfolg. Am besten können Sie Beziehungen auf den großen Branchen-Events knüpfen. Dort erfahren Sie zudem alles über neue Trends und Entwicklungen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Veranstaltungen kurz vor.

Anuga
Die Allgemeine Nahrungs- und Genussmittel-Ausstellung gilt als weltweit größte Food-Messe. Sie findest alle zwei Jahre in Köln statt und zieht mehr als 160.000 Besucher an. Der wahrscheinlich wichtigste internationale Branchentreff schreibt sich auf die Fahnen, alle relevanten Anbieter und Nachfrager für Handel und Gastronomie zusammenzuführen. Darüber hinaus bietet die Anuga ein delikates Rahmenprogramm mit hochkarätig besetzten Kongressen und interessanten Vorträgen.

Standort: Köln 
Termin: 05.– 09.10.2019 (zweijähriger Turnus) 
Anzahl Aussteller/Besucher (2017): ca. 7.400 / ca. 165.000

INTERNORGA
Ein weiterer Pflichttermin für alle, die in der Gastronomie tätig sind: Die internationale Fachmesse in Hamburg versteht sich als wichtigster europäischer Branchentreffpunkt und Gradmesser für Trends und Innovationen. Mit der Newcomer’s Arena hält die Internorga vor allem für Neueinsteiger ein lohnendes Ziel bereit. Flankiert wird die jährlich im März stattfindende Messe vom „Foodservice-Forum“ – Europas größtem Gastronomie-Kongress.

Standort: Hamburg
Termin: 15.– 19.03.2019 (jährlicher Turnus) 
Anzahl Aussteller/Besucher (2018): ca. 1.300 / ca. 93.000

INTERGASTRA
Die alle zwei Jahre stattfindende Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie in Stuttgart ist nach eigenem Bekunden der größte Branchentreffpunkt in Deutschland. Ihre Schwerpunkte sind: Food/Küche, Ausstattung/Ambiente, Getränke, Hotel, Kaffee und Speiseeis. Einen spannenden Blick über den Tellerrand gewährt das Rahmenprogramm mit Präsentationen und Diskussionen zu Trends und Themen der Gastronomiebranche.

Standort: Stuttgart 
Termin: 15.– 19.02.2020 (zweijähriger Turnus)
Anzahl Aussteller/Besucher (2018): ca. 1.400 / ca. 98.000


Handy auf Zeitung

Weitere wichtige Messen für die Gastronomiebranche sind:

  • Hoga – Nürnberg
  • Gastro Ivent – Bremen
  • Gastro Tage West – Essen 
  • Alles für den Gast – Salzburg
  • GastRo – Rostock

Neueröffnung/Gründung

Lampen

Auf die Türen, fertig, los?  

Bevor Sie Ihre Eröffnung feiern, müssen Sie noch ein paar Formalien erledigen. Aber keine Sorge: Was zunächst vielleicht kompliziert klingt, ist tatsächlich gar nicht so schwierig.

Sobald Sie alkoholische Getränke anbieten möchten, brauchen Sie eine Gaststättenkonzession, um Ihren Betrieb zu eröffnen. Diese können Sie beim zuständigen Gewerbeamt beantragen. Ob Sie die Konzession dann auch erhalten, hängt von Ihrer persönlichen Eignung genauso ab wie von Ihrer fachlichen. Was Sie dazu auf jeden Fall benötigen:

  • amtliches Führungszeugnis
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts und der Gewerbesteuerbehörde
  • Teilnahmebescheinigung an IHK-Unterrichtung über lebensmittelrechtliche Vorschriften
  • Bescheinigung über Erstbelehrung des örtlichen Gesundheitsamts
  • gültiger Miet-, Pacht- oder Kaufvertrag
  • Nachweis über die Nutzungsfähigkeit der Räumlichkeiten
 
Übrigens, falls Sie keinen Alkohol ausschenken möchten, reicht statt einer Gaststättenkonzession ein einfacher Gewerbeschein.

Businessplan: Diesen benötigen Sie spätestens, wenn es an die Finanzierung geht. Darin enthalten sein müssen Informationen über die Zielgruppe, die Lage Ihrer Lokalität und das konkrete Leistungsangebot. Aber natürlich auch: Welche Art von Essen bieten Sie an und zu welchen Preisen. Weiterhin müssen Sie darlegen, wie Sie Kunden zu gewinnen denken. Last but not least sollten Sie auch durchblicken lassen, dass Sie die rechtlichen Bedingungen in- und auswendig kennen. Verschiedene Organisationen wie etwa die IHK München bieten im Internet Muster-Businesspläne zum Download an.

Marketing: Die beste Werbung für Ihren Betrieb? Ihr Betrieb! Denn es gibt keine bessere PR, als von Ihren Gästen empfohlen zu werden. Doch dazu benötigen Sie – Gäste. Machen Sie also von Anfang an Werbung. Eine eigene Website ist eine sinnvolle Investition. Denken Sie außerdem über Google Werbung, einen Facebook-Auftritt oder klassische Anzeigen in der Lokalzeitung nach.

Förderdarlehen

Staatshilfe als Starthilfe.

Wenn Sie einen gastronomischen Betrieb betreiben wollen, brauchen Sie Talent, Leidenschaft – und Geld. Ist die Anschaffung von Tischen und Stühlen meist noch zu schultern, wird es spätestens bei der Einrichtung der Küche teuer. Hinzu kommen: Miete oder Pacht, Gehälter, Lebensmittel und vieles mehr. Besonders am Anfang ist finanzielle Starthilfe vom Staat meist mehr als willkommen.

Der Bund sowie die Bundesländer bieten Ihnen als Existenzgründer unterschiedliche Förderprogramme. Das können Zuschüsse oder Darlehen sein, aber auch Bürgschaften. Wichtig zu wissen ist, was gefördert werden soll – eine Investition oder eine Beratung. Und vor allem: Wie hoch ist der Finanzierungsbedarf. Wenn es um eine Investition geht, erhalten Sie in der Regel ein Darlehen.

Sind Sie Existenzgründer, besteht beispielsweise die Möglichkeit, den „ERP-Gründerkredit – StartGeld“ der KfW als Darlehen zu beantragen. Ob Sie einen Betrieb übernehmen, errichten oder sich an einem bereits bestehenden beteiligen, ist unerheblich. Wichtig ist: Die Förderung beläuft sich aktuell auf maximal 100.000 Euro und deckt bis zu 100% des Gesamtfinanzierungsbedarfs. Eigenkapital benötigen Sie also keins.

Liegt Ihr Finanzierungsbedarf jenseits von 100.000 Euro, käme der „ERP-Gründerkredit – Universell“ für Sie in Frage. Für welche Variante Sie sich am Ende auch entscheiden: Zunächst müssen Sie einen Antrag bei Ihrer Hausbank stellen. Diese leitet die Anträge an die KfW weiter, die Ihre Bonität, das Geschäftskonzept sowie Ihre fachlichen Qualifikationen prüft.

Mit dem Mikromezzaninfonds-Deutschland gibt es noch eine weitere attraktive Fördermöglichkeit für kleine und junge Unternehmen. Die Förderung beträgt maximal 50.000 Euro bei einer Laufzeit von 10 Jahren. Den Antrag stellen Sie bei der „Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft“, und zwar in dem Bundesland, in dem die Investition erfolgen soll.
Zapfhähne

Hier erfahren Sie mehr zu den vorgestellten Fördermöglichkeiten: 

  • Mikromezzaninfonds-Deutschland
  • Kreditanstalt für Wiederaufbau
  • Förderdatenbank
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Mindestlohn

Abtropfgestell mit Tellern

Alle sollen satt werden.

Das Mindeste, was Sie zum Thema Mindestlohn wissen müssen: Sie müssen ihn zahlen. Kellnern ebenso wie Reinigungskräften. Studenten genauso wie Minijobbern. In der Sportbar gleichermaßen wie im Spitzenrestaurant. Es sei denn, Ihr Laden läuft. Dann können Sie nämlich auch freiwillig mehr zahlen – müssen Sie aber nicht.

Höhe des Mindestlohns:
Der Mindestlohn wird alle zwei Jahre zum 1.1. neu festgesetzt, aber nicht unbedingt erhöht. In 2018 beträgt er 8,84 Euro pro Stunde.

Dokumentation des Mindestlohns:
Wenn Sie nicht in Teufelsküche kommen wollen, müssen Sie alle Arbeitszeiten – auch die Pausen – Ihrer Angestellten schriftlich festhalten. Außerdem müssen Sie die ausgezahlten Löhne nachweisen können.

Missachtung des Mindestlohns:
Sollten Sie die Regeln des Mindestlohns missachten, drohen hohe Bußgelder. Denn der Zoll kommt ab und zu gern mal mit der „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ vorbei – und zwar ohne Ankündigung.

Trinkgeld und Mindestlohn:
Schnaps ist Schnaps und Trinkgeld ist Trinkgeld. Soll heißen: Das Trinkgeld spielt für den Mindestlohn keinerlei Rolle und darf mit diesem nicht verrechnet werden.

Nachtarbeit und Mindestlohn:
So genannte Nachtarbeitnehmer haben Anspruch auf einen Zuschlag von 25 Prozent auf ihren Bruttostundenlohn – oder auf entsprechend mehr Freizeit. Nachtarbeitnehmer ist, wer an mindestens 48 Tagen im Jahr Nachtarbeit (von 23 – 6 Uhr) leistet.

Hygienerichtlinien

Wie Sie Ärger im Keim ersticken.

Hygienerichtlinien – schon das Wort klingt so furchtbar bürokratisch. Aber es ist eben auch schrecklich wichtig. Denn die Urheber dieses spaßbefreiten Begriffs verstehen auch keinen Humor, wenn sie gegen die Hygienerichtlinien verstoßen. Das geht bis zur Schließung. Außerdem legen Sie als Gastronom selbstverständlich Wert auf Hygiene – schon Ihren Kunden und Ihrem guten Ruf zuliebe.

Gastronomie und Lebensmittelrecht: Galt bis vor einigen Jahren noch die so genannte Lebensmittelhygieneverordnung, ist jetzt die EU Verordnung (EG) Nr. 852 / 2004 maßgeblich. Diese wird ergänzt von der deutschen „Verordnung über Anforderungen an die Hygiene beim Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von Lebensmitteln“ – ja, die heißt wirklich so. Im Folgenden erklären wir Ihnen die wichtigsten Inhalte.

HACCP: Die wichtigste Änderung im EU-Lebensmittelrecht zuerst: Inzwischen sind Sie als Gastronom zu Eigenkontrollen verpflichtet – lückenlos und rückverfolgbar dokumentiert. Das Ganze heißt HACCP und steht für: „Hazard Analysis and Critical Control Point“. Bei Ihrer IHK erhalten Sie alle Informationen zu dem umfangreichen Thema. Wenn Sie jetzt schon Papierberge vor sich auftürmen sehen – seien Sie beruhigt: Es gibt mittlerweile Apps, mit denen Sie das Hygienemanagement schnell und einfach durchführen können.

Laufender Wasserkran
Personalhygiene: Achten Sie unbedingt auf die Hygiene Ihrer Mitarbeiter. Weil auch Bakterien Anziehsachen enorm anziehend finden, müssen Sie für Ihre Küchenmitarbeiter Arbeitskleidung zur Verfügung stellen. Im Idealfall haben Sie außerdem einen Umkleideraum, in dem auch die privaten Sachen Ihres Personals bleiben können. Dort sollten auch Uhren und anderer Schmuck aufbewahrt werden, weil Keime und Co. darauf ebenfalls gern Platz nehmen.

Küchenhygiene: Natürlich unterliegt auch der Umgang mit Lebensmitteln in der Küche strengen Vorschriften. Das fängt an bei der Verarbeitung von kritischen Lebensmitteln wie Eiern oder rohem Fleisch und hört bei der täglichen Desinfektion von bestimmten Geräten noch lange nicht auf. Die Verordnung enthält auch Vorschriften zur Küchenausstattung, zum Umgang mit Reinigungsmittel und vieles mehr. Bei Ihrer IHK oder dem örtlichen Gesundheitsamt erhalten Sie alle Informationen zu diesem umfangreichen Thema.

Buchhaltung

Laptop

Zahlen, bitte!

Klar, Sie wollen kein Wirtschaftsprüfer werden, sondern Betreiber einer Wirtschaft. Dennoch sind ein paar buchhalterische Basics unerlässlich, wenn Sie Ihr Business ordentlich führen möchten. Dabei geht es genauso um die Rentabilität Ihres Unternehmens wie um die Vermeidung von Fehlern, die großen Ärger bereiten können. Buchhaltung allgemein: Ganz wichtig ist, dass Sie alle Ihre Belege sortieren, private und geschäftliche Ausgaben trennen und die Unterlagen rechtzeitig und vollständig Ihrem Buchhalter überreichen. Nur so können Sie vermeiden, dass es bei einer Betriebsprüfung zu bösen Überraschungen kommt. Nicht nur, dass Ihnen Nachzahlungen drohen – es können auch hohe Geldstrafen auf Sie zukommen.

Soll-Buchhaltung: Anstelle der Ist-Buchhaltung, bei der lediglich Bareinnahmen, Barausgaben und Kontobewegungen registriert werden, sollten Sie die Soll-Buchhaltung wählen. Bei dieser werden sämtliche Rechnungen gebucht, auch wenn diese noch nicht beglichen wurden. Nur so sehen Sie, welches Ergebnis Sie am Monatsende tatsächlich eingefahren haben. Ein weiterer Vorteil: Sie können bei einer Soll-Buchhaltung die Vorsteuerbeträge von noch nicht gezahlten Rechnungen vom Finanzamt fordern.

Personal: Weil sie in der Gastronomie den größten Posten einnehmen, sollten Sie die Personalkosten einem regelmäßigen Controlling unterziehen. Der wichtigste Wert dabei: der Umsatz pro Mitarbeiter. Teilen Sie dazu einfach Gesamtumsatz durch die Anzahl Ihrer Mitarbeiter. Wichtig ist darüber hinaus eine saubere Führung der Personalunterlagen. Dazu gehört neben Lohnabrechnungen, Nachweisen über Meldungen zur Sozialversicherung auch die Arbeitserlaubnis.

GoBD: Die „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ gelten in Deutschland seit dem 01.01.2017. Was so sperrig klingt, bedeutet für Sie bzw. für Ihr elektronisches Kassensystem neue Buchführungs- und Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten. Achten Sie darum unbedingt darauf, dass Sie sich eine GoBD-konforme Kasse zulegen. 

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