Gartenhandschuhe auf Schublade

Jeder vierte wird berufsunfähig.

Häufige Fragen zur Berufs- und Erwerbsunfähigkeit

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FAQ Berufs- und Erwerbsunfähigkeit

Wenn Sie gesundheitsbedingt nicht mehr für Ihren Lebensunterhalt aufkommen können, ist es gut, wenn Sie eine private Vorsorge getroffen haben – denn die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist nicht ausreichend.

Die häufigsten Ursachen für Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit

Die Zahl der Betroffenen ist größer, als Sie denken: Jeder dritte Mann und jede fünfte Frau scheiden wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit vorzeitig aus dem Erwerbsleben aus – und das unter Umständen viele Jahre vor Erreichen des Rentenalters. Dabei sind Unfälle nur selten die Ursache:

  • In der weit überwiegenden Zahl sind Krankheiten der Auslöser*
  • Das durchschnittliche Zugangsalter bei gesetzlichen Renten wegen Erwerbsminderung liegt bei ca. 52 Jahren.*

* Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund, Rentenzugang 2016

  • 30,99 % Nervenkrankheiten
  • 21,89 % Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats
  • 15,72 % sonstige Erkrankungen
  • 14,07 % Krebs und andere bösartige Geschwüre
  • 9,71 % Unfälle
  • 7,62 % Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems
Grafik Ursachen für Arbeitskraftverlust

Was ist Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit?

Der Begriff “berufsunfähig“ bedeutet, dass Sie Ihren Beruf, so wie Sie ihn zuletzt in gesunden Tagen ausgeübt haben, nicht mehr ausüben können.Der konkrete Begriff der BU wird in Ihren Versicherungsbedingungen definiert.
Kurzgefasst: Es muss eine krankheitsbedingte berufliche Leistungsminderung von mindestens 50% bestehen, welche mindestens 6 Monate ununterbrochen andauert. Sind die damit verbundenen Voraussetzungen erfüllt, erbringen wir 100% der versicherten Leistung.
Beispiel: Ein Gärtner arbeitet 8 Stunden täglich bei einer 5-Tage-Woche und erleidet einen Bandscheibenvorfall. Jetzt kann der Gärtner aufgrund seiner Erkrankung an 5 Tagen in der Woche nur noch 2 Stunden täglich leichte Pflanzenpflegearbeiten verrichten. Für die, von ihm konkret zuletzt in gesunden Tagen ausgeübte Tätigkeit ist er daher berufsunfähig.
Näheres hierzu können Sie Ihren Versicherungsbedingungen entnehmen.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente

Die staatliche Versorgung beschränkt sich auf die sogenannte Erwerbsminderungsrente (EM-Rente). Sollten Sie erwerbsunfähig werden, erhalten Sie je nach Grad Ihrer verbleibenden Arbeitsfähigkeit eine Rentenzahlung. Sollten Sie berufsunfähig werden, ist die Zahlung Ihrer gesetzlichen Rente davon abhängig, ob Sie vor oder nach 1961 geboren wurden.

Auf andere können Sie sich nicht verlassen: Arbeitgeber und Krankenkasse zahlen nur zeitlich begrenzt und vom Staat ist nur wenig zu erwarten. Für alle, die 1961 oder später geboren sind, gibt es keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr, sondern nur noch eine abgestufte Erwerbsminderungsrente je nach täglicher Arbeitsfähigkeit. Der zuletzt ausgeübte Beruf spielt hierbei keine Rolle. Selbstständige erhalten in der Regel gar keine Leistungen.

Berufs- und Erwerbsunfähigkeit

Wie wird der Grad der Berufsunfähigkeit festgestellt?

Wir betrachten, welche konkreten Beschwerden Sie haben, und wie diese Ihre verschiedenen Arbeitsschritte („Teiltätigkeiten“) im Berufsalltag beeinträchtigen. Ein Kriterium ist die zeitliche Komponente: Wie viele Stunden/Minuten haben Sie eine bestimmte Tätigkeit ausgeübt, die Sie nun nicht mehr ausüben können? Schon diese Betrachtung kann dazu führen, dass Sie zu mindestens 50% eingeschränkt sind.
Es gibt darüber hinaus jedoch einen weiteren Aspekt: Es können einzelne Teiltätigkeiten, die mehr als 50% Ihrer Arbeitszeit ausmachen, für sich betrachtet zwar von Ihnen noch ausgeübt werden; diese sind jedoch von einer anderen Teiltätigkeit abhängig, die Sie nicht mehr ausüben können. Auch dann kann unter Umständen der Nachweis der BU geführt werden.
Beispiel: Der Paketzusteller gibt an, 5 Stunden sein Fahrzeug auf Kurzstrecken zu führen und 3 Stunden Pakete auszuliefern. Regelmäßig muss er dafür Lasten >5kg heben und bis in den 5. Stock (ohne Aufzug) tragen. Er hat einen doppelten Bandscheibenvorfall. Lt. ärztlichem Bericht kann er die Fahrten mit dem Zustellfahrzeug ohne jede Einschränkung zurücklegen. Das Heben und Tragen von Lasten >5kg ist ihm allerdings verboten. Allein die zeitliche Betrachtung führt dazu, dass BU zu verneinen ist, denn das Fahren ist ihm 5 von 8 Stunden noch möglich. Aber: Ohne die Möglichkeit, Pakete auszuliefern, ist er tatsächlich als Paketzusteller nicht einsetzbar. Die Abhängigkeit der Paketzustellung beim Kunden führt – trotz deutlich unter 50% Zeitanteil – dazu, dass die BU zu bejahen ist.

Wie grenzt sich die Arbeits- von der Berufsunfähigkeit ab?

Arbeitsunfähigkeit kann ein Indiz für Berufsunfähigkeit sein, sie ist jedoch für sich allein kein Beweis der Berufsunfähigkeit.
Das deutsche Arbeitsrecht kennt nur die vollständige Arbeitsunfähigkeit, so dass auch bei nur teilweiser Einschränkung dem Betroffenen immer vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert wird. Eine „Teil-AU“ mit nur stundenweiser Arbeitsfähigkeit gibt es lediglich am voraussichtlichen Ende der gesundheitlichen Einschränkung, wenn die stufenweise Wiedereingliederung erfolgt.
Liegt die gesundheitliche Einschränkung unter 50% fehlt der Nachweis bedingungsgemäßer BU. Da die AU-Bescheinigung keinen AU-Grad aufzeigt, kann daher allein durch ihre Attestierung eine BU von mindestens 50% nicht nachgewiesen werden.
Beispiel: Der Versicherungskaufmann im Innendienst, der aufgrund eines Bänderrisses mit Komplikationen 6 Monate arbeitsunfähig ist, könnte – unter Verwendung von Krücken – seine Schreibtischtätigkeit (PC, Telefon) zu mehr als 50% weiterhin ausüben. Er ist daher zwar arbeitsunfähig, aber eben nicht berufsunfähig.

Warum wollen wir genau wissen, wie Sie gearbeitet haben?

Wir möchten verstehen, wie sich Ihre Erkrankung auf Ihre Berufstätigkeit auswirkt. Das hängt wesentlich davon ab, wie Ihr Arbeitsalltag ganz konkret zuletzt vor Eintritt der Erkrankung abgelaufen ist.
Hierzu finden Sie in unserem Fragebogen eine „Tabelle“ zur Tätigkeitsbeschreibung. Sie soll Ihnen helfen, uns Ihren ganz persönlichen Arbeitsalltag zu erklären. Was genau waren Ihre Aufgaben? Wie viele Stunden oder % am Tag haben Sie das gemacht? Waren Sie auf sich allein gestellt? Hatten Sie Unterstützung (Hilfsmittel o.ä.)?
Je detaillierter Ihre Informationen sind, desto leichter fällt es uns, Ihre Einschränkungen nachzuvollziehen. Nur die einfache Berufsbezeichnung besitzt zu wenig Aussagekraft.
Beispiel: Der Bäcker in der Großbäckerei ist kaum noch Mehlstaubbelastung ausgesetzt, bedient zunehmend computergesteuerte Anlagen, unterliegt Akkord-Stressfaktoren einer industriellen Fertigung und arbeitet in wechselndem Schichtdienst. Der Bäcker „um die Ecke“ arbeitet stark körperlich belastet (Mehlstaub, Kraftaufwand), schwerpunktmäßig handwerklich (Teig kneten, Ofen beschicken etc.), häufig zudem mit Verkaufs- und Ausfahrtätigkeit. Die Mehlstauballergie kann daher für den Bäcker „um die Ecke“ das Berufs-Aus bedeuten. Für den Bäcker in der Großbäckerei bedeutet es dagegen vermutlich nur den Einsatz in einem anderen Fertigungsbereich.

Warum wird nicht der Beruf, den Sie angegeben haben geprüft?

Ihre Versicherung begleitet Sie ein Leben lang – in jedem Fall einige Jahrzehnte. In diesen Jahren unserer Vertragspartnerschaft verändern sich Ihr Leben, Ihr Beruf und Ihr Verdienst. Ihre Lebensstellung wird durch diese veränderbaren Faktoren geprägt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung dient – wie ein „Airbag“ – als Schutz und Absicherung Ihrer Lebensstellung, dort, wo Krankheit diese gefährdet.
Der Versicherungsschutz kann daher seine Wirkung nur entfalten, wenn wir auf die konkrete Tätigkeit abstellen, die Sie ganz aktuell bei Eintritt der Erkrankung ausgeübt haben.

Was ist, wenn Sie noch arbeiten?

Grundsätzlich kann es sein, dass Sie trotz der Beeinträchtigungen in Ihrem Beruf noch arbeiten. Vielleicht bei reduzierter Arbeitszeit, und weil Sie auf das Geld angewiesen sind. Oder Sie haben sich eine alternative Beschäftigung gesucht, die Ihnen weniger oder keine Beschwerden macht.

Was bedeutet das für Ihren Anspruch?

Sofern Sie noch in Ihrem Beruf arbeiten, erweckt dies natürlich zunächst den Eindruck, dass Sie diese Arbeit auch noch bewältigt bekommen. Andererseits haben Sie Anspruch auf BU-Leistungen bereits ab einem BU-Grad von mindestens 50%. Somit kann es sein, dass Sie einen Teil Ihrer Tätigkeit weiterhin ausüben können, und dennoch Leistungen erhalten. Außerdem versetzt Sie unsere Leistungszusage vielleicht auch in die Lage, die kräftezehrende Arbeit aufzugeben.
Haben Sie sich eine alternative Beschäftigung gesucht, kommt es vor allem darauf an, ob Sie damit Ihre bisherige Lebensstellung behalten können. Dabei ist Ihnen eine gewisse Gehaltseinbuße (maximal 20%) zumutbar. Letztlich aber entscheiden die persönlichen Umstände in Ihrem eigenen Fall.

Warum fragen wir Sie nach Ihrem Einkommen?

Die Angaben zu Ihrem Einkommen helfen uns, einen Eindruck von Ihrer bisherigen Lebensstellung zu bekommen. Gemeinsam mit der sozialen Stellung, die Sie durch Ihren Beruf erlangt haben, ist das Einkommen ein wesentliches Merkmal der Lebensstellung.
Neben den Auswirkungen, die Ihre Erkrankung unmittelbar auf Ihre berufliche Tätigkeit hat, spielt auch die Bewahrung Ihrer Lebensstellung eine wichtige Rolle bei der Beurteilung Ihrer BU.
Zu Ihrem Einkommen, das die Lebensstellung prägt, zählen Einnahmen, die Sie dauerhaft bezogen haben. Hierzu können z. B. Führungs-, Schichtdienst- oder Gefahrenzulagen zählen.
Sind Sie selbständiger Unternehmer kann sich eine Erkrankung auf den Umsatz/Gewinn Ihres Unternehmens auswirken. Auch hier helfen uns möglichst detaillierte Auskünfte über die betriebswirtschaftliche Entwicklung vor und nach der Erkrankung, die konkrete Beeinträchtigung Ihres Unternehmens nachvollziehen zu können.

Was benötigen wir von Ihnen?

Mit Hilfe eines ausführlichen Fragebogens können Sie uns Ihre ganz persönliche Situation genau beschreiben. Was wir darüber hinaus benötigen (z. B. Arztberichte, Krankenkassen-Auskunft, Einkommensnachweise), werden wir bei Bedarf von Ihnen erbitten.
Anhand Ihrer Informationen werten wir aus, wie sich Ihre gesundheitlichen Einschränkungen konkret auf Ihre Tätigkeit auswirken.

Wir sind schnell, wenn Sie es sind!

Wir möchten für Sie da sein, wenn es darauf ankommt. Sobald Sie daher Ihren BU-Anspruch bei uns anmelden, beginnen wir umgehend mit der Prüfung.
Insgesamt benötigen wir eine Vielzahl von Informationen und Unterlagen, die uns bei der Beurteilung Ihres Anspruchs helfen. Neben Ihren eigenen Auskünften sind wir dabei auf Auskünfte von Dritten (Ärzte, Krankenkasse, Krankenhäuser u. ä.) angewiesen. Diese müssen Sie von ihrer Schweigepflicht entbinden. Dazu haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Wenn Sie sich für die pauschale Ermächtigung entscheiden, können wir unsererseits schnellstmöglich die erforderlichen Prüfungsschritte vorantreiben. Selbstverständlich halten wir Sie dabei ständig auf dem Laufenden.

Unser Service für Sie:

Zur Nachverfolgung des Bearbeitungsstandes Ihres Leistungsantrages stellen wir Ihnen nach Erhalt des Leistungsantrages einen Service Code (Trackingcode) zur Verfügung, mittels dessen Sie den Fortschritt der Bearbeitung auf unserer Internetseite nachvollziehen können.
Zudem unterstützen wir Sie gerne, wenn Sie Fragen in dieser Zeit haben – zu Ihrem genauen Versicherungsumfang, zur Beschreibung der bisherigen Berufstätigkeit oder zum Nachweis Ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Wir möchten Sie bestmöglich begleiten.
Im Einzelfall kann es sogar sinnvoll sein, dass wir uns zu einem persönlichen Gespräch bei Ihnen zusammensetzen (Vor-Ort-Kundenservice), um eine schnelle und sachgerechte Lösung zu finden. 
Gerne können Sie uns anrufen, per E-Mail kontaktieren (leben@zurich.com) oder einen Brief schreiben. Per Fax erreichen Sie uns unter der 0228 268 7777.

Ihr direkter „Draht“ zu uns:

Leistungsteam Zurich Leben
Tel.: + 49 (0) 228 268 5410
Fax.: + 49 (0) 228 268 7777
E-mail.: leben@zurich.com
www.zurich.de

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