Mit dem Wohnmobil unterwegs

Die Anzahl der Wohnmobile hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ein Trend scheint sich abzuzeichnen. Wenn Sie es reizt, auch einmal mit dem Camper auf Tour zu gehen, können folgende Punkte für Sie von Interesse sein:

Was ist sinnvoll: mieten oder kaufen?

Mieten

  • Einsteiger sollten sich zunächst für das Mieten entscheiden. Vielleicht stellt sich ja heraus, dass Sie oder die Familie sich das Reisen im Wohnmobil anders vorgestellt haben.
  • Das gleiche gilt für diejenigen, die sich nicht binden, das Geld dafür nicht ausgeben wollen oder nicht wissen, wo sie das Fahrzeug danach parken sollen.
  • Wichtig ist, das Wohnmobil frühzeitig zu buchen, z. B. mindestens sechs Wochen zuvor bei der ADAC-Wohnmobil-Vermietung: www.adac.de. Das Camping-Portal des ADAC hilft u.a. auch bei der Campingplatz-Suche.
  • Je nach Fahrzeugtyp, Platzangebot und Jahreszeit liegen die Mietpreise für ein Wohnmobil für sechs Tage/ Nächte zwischen 600 EUR und 1.200 EUR.

Kaufen

  • Informieren Sie sich vorab auf Campingmessen oder Ausstellungen großer Wohnmobilhändler z. B. über: www.messen.de.
  • Damit sich ein Kauf rentiert, sollten Sie mindestens sechs Wochen im Jahr mit dem Wohnmobil unterwegs sein.
  • Wohnmobile sind eine langfristige Investition und sind für eine lange Nutzungs-dauer vorgesehen.
  • Ein neues Wohnmobil kostet etwa – je nach Fahrzeugtyp und Ausstattung – zwischen 35.000 EUR und 70.000 EUR.
  • Für ein gebrauchtes Wohnmobil muss man etwa – je nach Fahrzeugtyp, Alter und Kilometerstand – zwischen 10.000 EUR und 25.000 EUR ausgeben.

Welcher Führerschein wird benötigt?

  • Wer bis zum 31.12.1998 einen Führerschein Klasse 3 erworben hat, darf einen PKW und LKW bis zu 7,5 t zulässige Gesamtmasse sowie Züge mit bis zu drei Achsen (einachsige Anhänger) fahren.
  • Ab 1999 wurden neue Führerscheinklassen und ein neues Führerscheindokument in Scheckkartenformat eingeführt. Die alte Klasse konnte umgetauscht werden in die neuen Fahrerlaubnisklassen B/BE und C1/C1E. Damit ist es möglich, 4-achsige Züge (zweiachsige Anhänger) mit einem Gesamtgewicht von bis zu 12 t zu fahren.
  • Seit Januar 2013 sind die Führerscheinklassen europaweit vereinheitlicht. Die zuvor erworbenen alten Führerscheine gelten weiter, sollten jedoch bis zum Jahr 2033 umgetauscht werden.
  • Bei Reisen ins europäische Ausland ist zu empfehlen, einen alten Führerschein in den neuen Scheckkarten-Führerschein umzutauschen.
  • Der Führerschein Klasse B berechtigt zum Führen von Fahrzeugen bis 3,5 t. Ebenso ist das Fahren mit einem kleinen Anhänger erlaubt, wenn die zulässige Gesamtmasse (Fahrzeug plus Anhänger) von 3,5 t nicht überschritten wird.
  • Mit einem Führerschein Klasse B ist es erlaubt, sowohl Wohnmobile bis 3,5 t zulässige Gesamtmasse zu fahren als auch Gespanne (Kombination von PKW plus Anhänger). Vorausgesetzt, die 3,5 t zulässige Gesamtmasse wird nicht überschritten.

Welche technische Ausstattung ist sinnvoll?

  • Verfügt die Bordbatterie über genügend Kapazitäten?
  • Ist eine LED-Beleuchtung installiert?
  • Beträgt die Höhe im Alkoven und über den Betten mindestens 60 cm?
  • Ist das Doppelbett mindestens 190 x 135 cm groß?
  • Sind alle Kanten abgerundet oder gepolstert?
  • Sind die Dachfenster groß genug?
  • Haben alle Staufächer und Stauräume Lüftungsöffnungen?
  • Sind die Kleiderschränke hinterlüftet?
  • Gibt es: ABS, ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm), ASR (Antischlupf-regelung), Hillholder (für leichteres Anfahren am Berg)?
  • Gibt es: Airbags für Fahrer und Beifahrer, Tempomat, Luftfederung oder Niveauregulierung für die Hinterachse?
  • Sind vorhanden: Klappstützen hinten, beheizbare Außenspiegel, Rückfahrsensoren oder Rückfahrkamera?
  • Sind vorhanden: eine Markise, ein großer Frischwasser- und Abwassertank, gute Matratzen und Isofix-Kindersitzbefestigung, SAT-Anlage?
  • Gibt es: einen Fahrradträger, Fliegenschutz, Dunstabzug?

Wie sollte der Urlaub geplant werden?

Steht das Urlaubsziel fest, können Sie damit beginnen, die Reise zu planen. Je besser Sie sich vorbereiten, umso entspannter verläuft der ganze Urlaub.
  •  Reservieren Sie so früh als möglich einen Stellplatz auf Ihrem ausgewählten Campingplatz.
  • Legen Sie die Etappenziele der Reise fest und buchen Sie für die Zwischenstopps geeignete Plätze.
  • Informieren Sie sich über die Infrastruktur an Ihrem Urlaubs-Campingplatz (Frischwasserversorgung, Duschen, Toiletten etc.).
  • Prüfen Sie, wie viele Kilometer zwischen Start und Ziel Ihrer Reise liegen. So können Sie die täglich zu fahrenden Kilometer einschätzen.
  • Machen Sie eine Probefahrt, wenn Sie nicht oft mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Üben Sie das Rangieren und Einparken. Lassen Sie sich von einer Begleitperson einweisen. Wichtig sind klar abgesprochene Zeichen und Signale.
  • Üben Sie auch das Bremsen und Anfahren am Hang.
  • Prüfen Sie, ob im Fahrzeug Feuchtigkeitsschäden, z. B. Schimmel zu entdecken sind.
  • Kontrollieren Sie Reifen, Reifendruck, Schlösser, Zylinder, Motoröl, Scheinwerfer, Scharniere, Gummidichtungen, Kurbelstützen.
  • Spülen, reinigen und desinfizieren Sie die Wasseranlage.
  • Checken Sie Wasserpumpen, Wasserhähne, Toilettenspülung, Boiler, Heizung, Innenbeleuchtung, Herd, Kühlschrank, Bordbatterie, TV-/SAT-Anlage, Außenbeleuchtung, Rücklicht, Bremslicht, Blinker, Nebelschluss- und Rückfahrleuchte.
  • Kontrollieren Sie die Fälligkeit von Hauptuntersuchung und Gasprüfung.

Was ist vor dem Start zu beachten?

Bevor es losgeht, sollten Sie einige Dinge prüfen und erledigen:
  • Abwasserbehälter leeren, Frischwasser nachfüllen, Kanister festzurren
  • Gas zudrehen
  • Chemikalien-Toilette betriebsbereit machen, Toilettenschieber schließen
  • Schubladen, Staufächer, Schrank- und Schiebetüren, Dachluken und Fenster schließen und verriegeln
  • Rollos sichern, Raumteiler befestigen
  • Tische herunterlassen, schwere und lose Gegenstände verstauen
  • Antennen einziehen, Markise einfahren
  • Behälter mit Flüssigkeiten gut verschließen und verstauen
  • Zerbrechliches Geschirr sicher unterbringen
  • Kühlschrank kontrollieren und auf Autobatterie umstellen
  • Licht im Camper abschalten und Stromkabel abziehen
  • Drehstützen hochkurbeln
  • Deichselkasten abschließen
  • Sorgfältige Lastenverteilung beim Gepäck: schwere Teile im Bereich der Achsen lagern, Fahrzeug nicht überladen
  • Verbandskasten, Warnwesten und Feuerlöscher griffbereit halten
  • Reifendruck nach dem Beladen prüfen und Kraftstoff-Tank füllen
  • Motoröl, Kühlwasser, Scheibenwischanlage prüfen und nachfüllen

Ist das Wohnmobil wintertauglich?

Für ein gelungenes Wintercamping sind einige Punkte zu beachten:
  • Sind Winterreifen montiert? Sind Schneeketten an Bord?
  • Funktioniert die Heizung und ist das Fahrzeug gut isoliert?
  • Reichen die Gasvorräte? (Heizungen laufen häufig mit Propangas)
  • Sind die Wassertanks beheizt?
  • Ist der Abwassertank nicht beheizbar? Tank direkt ablaufen lassen, Wasser in einem Eimer sammeln und etwas Frostschutzmittel in den Eimer geben (auf vorgeschriebenes Mischungsverhältnis achten)
  • Kann es Probleme mit dem Strom geben? Wenn immer möglich, Landstrom nutzen (Bordbatterien bringen weniger Leistung)
  • Kann ein Vorzelt mit Petroleum-Zusatzheizung aufgebaut werden? (als Klimaschleuse, Schmutzfänger und Stauraum)
  • Gibt es „Winter-Werkzeug“? (Besen, Zange, Handfeger, Eiskratzer mit Teleskopstange, Schaufel)
  • Entstehen Wärmebrücken im Fahrzeug, im Fahrerraum, bei Aufstelldächern? (mit Thermomatten von außen abdecken)
  • Sind warme Kleidungsstücke und Zubehör dabei? z.B.: Sitzkissen, Schaffelle, Kuscheldecken, Wärmflaschen, Winterpullover, dicke Socken, Fleece-Kleidung, Mützen, Handschuhe, elektrische Teppich-Heizmatten, Elektro-Heizung etc.
  • Ist das Wohnmobil groß genug für zusätzliche Winterausrüstungen?

Welche Versicherungen werden benötigt?

Ob Sie ein Wohnmobil oder einen Wohnwagenanhänger fahren: Die Zurich Haftpflichtversicherung für Campingfahrzeuge sichert Sie bei einem Unfall gegen die Ansprüche Dritter ab. Bei Schäden an Ihrem Fahrzeug oder im Fall eines Diebstahls sind Sie mit der Zurich Kaskoversicherung optimal abgesichert.

Service- und Notfallnummern

Unser Service- und Notfalltelefon ist 24 Stunden für Sie erreichbar.

Saisonkennzeichen

Wenn Sie Ihr Auto oder Motorrad nicht ganzjährig nutzen, können Sie mit einem Saisonkennzeichen Versicherungsbeiträge sparen.

Internationale Versicherungskarte

Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr – als Gültigkeitsnachweis für einen bestehenden Versicherungsschutz.

Persönlich anfragen

Bei Zurich anfragen

Kontakt aufnehmen

Telefon: +49 (0)228 268-01
Mo - Fr 7:30 - 20:00 Uhr, Sa 7:30 - 15:00 Uhr

Rückruf gewünscht?
SMS: +49 (0)177 6987424
(Gebühren abhängig vom gewählten Anbieter)

Agentur vor Ort finden

Kompetente Beratung und schnelle Hilfe.
Finden Sie hier die Zurich Agentur in Ihrer Nähe.

Schaden melden

Service-Telefon bei Schadenfällen:
+49 (0)228 268-2680

Moped-Schaden:
+49 (0)89 7676-6590